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Wolllexikon Kapitel 6: Häkeln

Bunte Mischung von Häkelnadeln

Häkelnadeln aus verschiedenem Material und in verschiedenen größen

Häkeln ist ja im Moment ein absoluter Trend. Was man dazu auf jeden Fall braucht ist eine Häkelnadel. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Materialien. Ob Holz, Horn, Metall oder Plastik die Auswahl ist sehr vielfältig. Ich persönlich bevorzuge Nadeln aus Holz. Um herauszufinden welches Dein Favorit ist solltest Du einfach jede Art von Nadel ausprobieren. Die Nadel an sich ist meist grade und hat am oberen Ende einen Haken.

Warum heißt häkeln eigentlich häkeln? Man vermutet das, dass Wort an sich von haekl dem mittelhochdeutschen Wort für Häkchen abgeleitet wurde. Also bedeutet häkeln Sinngemäß mit einem Haken fassen was ja auch Sinn macht da man den Faden um ihn in eine Masche zu verwandeln mit dem Haken der Häkelnadel fasst.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte. Es wird bereits seit dem Jahr 1800 gehäkelt. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Technik stetig weiter entwickelt. Früher bestanden die Nadeln zum größten Teil aus Horn oder Holz. Sie wurden per Hand geschnitzt und gefeilt und dadurch kostbar. Zuerst war das Häkeln ein Symbol der Mittelklasse, die Oberschicht rümpfte darüber zu Beginn noch die Nase da häkeln vor allem dazu eingesetzt wurde schnell und günstig Spitze herzustellen. Bis ca 1840 die ersten Bücher mit Anleitungen und Mustern veröffentlicht wurden. Ab diesem Zeitpunkt war häkeln in allen Gesellschaftsschichten anerkannt. Die bekannteste Häklerin der damaligen Zeit war zweifelsohne Königin Victoria von England, die mit ihrer Charityaktion (Schals für Soldaten häkeln) nicht nur gutes getan hat sondern auch dem häkeln als Handwerk zu mehr Berühmtheit verhalf. Jetzt beenden wir den Ausflug in die Vergangenheit und gehen wieder ins hier und jetzt.

Auf die Größe kommt es an. In Deutschland werden die Größen der Nadel in Millimetern angegeben. Diese reichen von 1,25mm für sehr feine Arbeiten bis 15mm für sehr dickes Garn und große Maschen. Die benötigte Nadelgröße ist meist auf dem Garn angegeben. Je breiter die Nadel und das Garn desto schneller ist man fertig mit dem Häkelstück. Besonders Anfänger bevorzugen Nadel und Faden mit hohem Durchmesser da diese den ein oder anderen Fehler leicht verzeihen. Je dünner Nadel und Faden desto geschickter muss die Häklerin sein. Da in diesem Bereich sehr filigrane arbeiten entstehen fällt jeder Fehler sofort auf.

Neben dem normalen Häkeln gibt es auch tunesisch häkeln und Gabelhäkeln.

Tunesisch Häkeln ist dem Stricken fast ein bisschen ähnlich die Nadeln sind sehr lang da die Maschen für eine Reihe auf der Nadel bleiben und in der nächsten Reihe abgemascht werden.

Fürs Gabelhäkeln benötigst du eine besondere Häkelgabel, diese sieht aus wie eine übergroße Gabel, der die Zinken in der Mitte fehlen. Die fertigen Arbeitsstücke werden von der Gabel genommen und mit der Normalen Häkelnadel bearbeitet und zusammengehäkelt.

Jetzt bleibt mir noch euch viel Spaß beim häkeln zu wünschen. Lest auch das nächste mal wieder rein im Wolllexikon.

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