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Wolllexikon Kapitel 3: Alpakawolle

Alpakawolle bunt

Bunte Auswahl an Alpakawolle.

Heute gehen wir auf eine Reise in die südlichen Anden. Hier werden Alpakas hauptsächlich ihrer Wolle wegen gezüchtet. Wer schon mal in den Anden war, der weiß das es hier Ar***kalt werden kann. Den Alpakas die übrigens eine Art der Kamele sind, bietet hier ihr Fell besonderer Schutz, da es sehr dicht ist. Suri Alpakas haben sehr feines und glattes Fell, ihre Kollegen die Huacaya´s sehen durch ihr gelocktes Haar meist wuchtiger und plüschiger aus.

In Europa werden Alpakas meist nur als Haustiere oder im Zoo gehalten, wegen ihrem sehr freundlichen Wesen. Die Wolle wird hierzulande meist meist noch nicht so stark genutzt. Sehr Schade, denn die Eigenschaften von Alpakawolle sind sehr nützlich.

Im Winter nimmt die Wolle die Körperwärme sehr stark auf, da die Faser innen hohl ist, wärmt sie sehr viel stärker als die hierzulande viel bekanntere Schafwolle. Im Sommer stößt die Faser Wärme ab und bietet somit eine perfekte Hitze-Regulation. Was ist mit Nässe? Die Faser lässt ähnlich wie Sportfunktionskleidung Nässe nach außen. Somit ist Schweißbildung kein Problem. Auch haben die geruchsbildenden Bakterien im Schweiß keine Chance sich in der Kleidung festzusetzen, dies passiert durch spezielle Eiweismoleküle in der Faser. Auch für Wollalergiker soll sich die Faser hervorragend eignen. Das muss aber jeder selbst für sich ausprobieren. Kleidungsstücke aus Alpakawolle werden als sehr langlebig bezeichnet da die Faser sehr dünn und elastisch ist. Gern werden aus Alpakawolle Pullover und Socken hergestellt, weil sie sehr weich und kuschelig ist.

So jetzt schauen wir uns mal den Weg vom Fell zur Wolle an. 1-2 mal im Jahr werden die Tiere geschoren das passiert meist mithilfe von Schermaschinen. Nachdem die Tiere mit dem Frisörbesuch fertig sind wird ihre Haarpracht gewaschen und damit von Ungeziefer und Dreck befreit. Danach wird die Faser luftgetrocknet. Dann wird gekämmt meistens per Hand. Während diesem Arbeitsschritt werden die Fasern auch der länge und Feinheit nach sortiert. Das erleichtert das verspinnen. Nun werden die Fasern zu Garn versponnen und dann entweder naturbelassen auf die Garnrolle gewickelt, oder gefärbt und dann wieder getrocknet und danach auf die Garnrolle oder zum Knäuel gewickelt.

Das wars für heute. Das nächste Mal geht es um die Herstellung von Angorawolle. Lest bald wieder rein.

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